Einen guten Rutsch und ein gesundes Neues!

wir wünschen allen ein gesundes neues Jahr! Hoffen wir dass wir als Gemeinschaft lernen mit der Bedrohung durch die Pandemie umzugehen, die Schwächsten unter uns zu schützen, und einen Weg oder Wege finden eine neue Normalität zu leben, die uns auch die Qualitäten unseres Lebens wieder wenigstens ansatzweise zurückbringen, die wir nun seit geraumer Zeit vermissen.

In diesem Sinne hoffen wir, dass wir es als Gesellschaft nicht verlernen uns gegenseitig zuzuhören und andere Meinungen zu respektieren – wenn das auch manchmal sehr schwer fällt. In diesem Sinne möchten wir auch allen Interessierten kurz zwei Bücher vorstellen… nach deren Lektüre man sicherlich schlauer ist, als man das vorher war. 

Wobei gesagt sein will, dass wir eine strikte Reihenfolge der Lektüre empfehlen wollen… die Reihenfolge in der wir die Beiden vorstellen. Der kritische Geist will geschult sein, und hier kommen die Qualitäten von „Erneuerbare Energien – zum Verstehen und Mitreden“ voll zum Tragen:

Erneuerbare Energien – zum Verstehen und Mitreden


Die Autoren Christian Holler, Joachim Gaukel, Harald und Florian Lesch bringen Ihre fachliche Kompetenzen als Physiker, Mathematiker und Ingenieure in diesem wirklich sehr gut zugänglichen, wunderbar aufbereiteten, erfrischend objektiv gehaltenen Buch, ein. Die Liebe zum Detail spiegelt sich nicht nur in den Beschreibungen der Erneuerbaren und ihren Vor-und Nachteilen, sondern auch in der Gestaltung wieder (Illustrationen von Charlotte Kelschenbach). Entstanden ist das Buch als Hochschulprojekt – vielleicht ist das auch der Grund warum die Inhalte pädagogisch und didaktisch so gut aufeinander aufbauen und die Komplexität gut vermittelt werden kann. Ein wirklich sehr empfehlenswertes Buch für alle die informiert mitreden wollen. Erschienen ist das Buch bei Penguin Random House.

https://tinyurl.com/2p8eccft

Deutschland unter Strom

Das zweite Buch „Deutschland unter Strom“ von Christoph Podewils ist im Vergleich zum vorgenannten Buch auf deutlich größere Resonanz gestoßen. Hier kommt auch Podewils Expertise zum Tragen: als Journalist und ehemaliger Sprecher der Denkfabrik Agora Energiewende, versteht er sich auf das etablieren einer argumentatitiven Basis, von der er dann Ausflüge in Höhen bzw. Thesen unternimmt, in denen die argumentative Luft doch enttäuschend dünn wird. Das Buch trifft aber offensichtlich den Zeitgeist und ist pathetisch einwandfrei aufgeladen, so daß es als der beste Geschmacksverstärker dient.

Als bestes Beispiel dient das 5. Kapitel „Warum der Strom nicht ausfällt – oder was wir tun, wenn Nacht und Flaute herrschen“ . An für sich erhofft sich der Leser bei dieser Überschrift DIE Lösung für das Dunkelflauten- Problem der Erneuerbaren bzw. der verlässlichen Bereitstellung der Grundlast für das Land – und dies konkret auf der Erzeugungsseite. Tatsächlich wird die selbst gestellte Frage auf schlanken zehn Seiten geschickt abgelenkt und der vorrangige Versuch unternommen, durch einen liberalisierten europäischen Strom- Energiemarkt das Problem zu lösen. Mit anderen Worten er überantwortet die Erzeugungsproblematik unseren Nachbarn. Wie und unter welchen Prämissen diese dann die nötige Energie produzieren, sei dahin gestellt. Dennoch wollen wir dieses Buch nahelegen, da diese Erklärmuster sehr verbreitet sind und auch zu selten gründlich hinterfragt werden. Durch die Lektüre ist dies vielleicht in der persönlichen Zwiesprache mit dem Text möglich. Erschienen ist das Buch bei C.H. Beck mit einem Vorwort von Eckart von Hirschhausen 

https://tinyurl.com/2p847cue