Die wesentlichen Fakten auf einem Blick

Geplant ist der Bau von 14 + Windkraftanlagen vom Typ Vestas V162 zwischen den Dörfern Protzen, Manker und Stöffin.

Konkret liegt der Antrag von zwei Firmen für drei, respektive elf WKAs vor. Zwei weitere WKAs sollen von einem lokalen Unternehmen gebaut werden (diese sind bereits in den Lageplänen vermerkt) .

Es ist zu befürchten, daß das Gebiet dann im Nachgang erweitert wird und noch weitere Anlagen hinzukommen.

Die Anlagen sollen in unmittelbarer Nähe zu den Ortschaften Protzen, Manker, Küdow und Stöffin errichtet werden. Genau in dem Korridor, durch den im Herbst und Frühjahr hunderte wenn nicht tausende Kraniche und Wildgänse täglich zwischen Futter- und Ruheplätze fliegen.

Unser Landschaftsschutzgebiet, das Luch, grenzt unmittelbar an das geplante Areal. Auf der Karte wird die unmittelbare Nähe zum Naturschutzgebiet Linum bewußt.

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Quadratmeter Drehbereich pro WKA

Bei einer Rotorlänge von 81 Meter ergibt sich ein Drehbereich von 20612 Quadratmetern. Das ist die Fläche, die von den drei Rotoren durchschnitten wird.

Diese Fläche entspricht der Größe von vier Fußballfeldern.

Die geplanten 14+ Windkraftanlagen würden 33 Hektar Luftraum durchpflügen – und das gut gestaffelt – so daß kein Windrad im Windschatten des anderen steht – mit anderen Worten bis in eine Höhe von 250m – bei einer Gesamtfläche von 33 Hektar, gibt es kein Durchkommen für die hier ansässigen oder durchziehenden Vögel.

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Hektar durchpflügter Luftraum
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Dezibel

Jede Windkraftanlage verursacht Lärm. Geräuschquellen sind vor allem das Getriebe und die Geräusche die durch den Rotor erzeugt werden. Zusammen ergibt das eine Lärmemission von 106,4 Dezibel. Das ist in etwa so laut wie eine schwere Rüttelplatte.

Neben des Schallpegels sind auch die Frequenzen des emittierten Lärms wichtig, um die Auswirkungen verstehen zu können.

Im Vergleich zu kleineren Anlagen mit kürzeren Rotoren, verschiebt sich der Bereich mehr in den langwelligen Bereich –  in den Bereich unter 16 Hz. Damit wird die Emission von Infraschall vergleichsweise erhöht. Leider ist die Forschung im Bereich Infraschall noch heftig am diskutieren, inwieweit der Mensch vom Infraschall betroffen ist – und wie stark. Über die Auswirkung von dauerhaft erhöhten Infraschallemissionen auf andere Lebewesen sieht es noch düsterer aus.